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Historie der Cranberries

Cranberries spielen wie keine andere Frucht auf der Welt eine wichtige Rolle bei Festtagen und einem gesunden Lebensstil.

Die Geschichte der Cranberry datiert Tausende von Jahren zurück.
Lange bevor die Pilgrim Fathers 1620 an der Küste von Cape Cod in Neuengland landeten, bereiteten die nordamerikanischen Ureinwohner aus Cranberries und Fleisch eine lang haltbare Mahlzeit mit Namen "Pemmican" zu. Die Indianer schätzten die fruchtig herbe, tiefrote "Ibimi" oder "Sassamanesh" (Cranberry) nicht nur wegen ihres Nährwertes, sondern auch wegen ihrer medizinischen Eigenschaften. Medizinmänner schätzten die Cranberry als einen Bestandteil in Kompressen, um Gift aus Pfeilwunden zu ziehen. Der tiefrote Saft der Cranberry diente als natürlicher Farbstoff für Decken und Kleidung. Die Delaware Indianer im heutigen New Jersey verehrten die Cranberry als ein Symbol des Friedens.

Wie die Legende besagt, feierten 1620 die Pilgrim Fathers das erste Thanksgiving oder Erntedankfest in Plymouth zusammen mit den indianischen Stämmen und bereiteten ein Festmahl aus wildem Truthahn, Cranberries, Kürbis und Maisbrot.

Cranberries waren unter verschiedenen Namen bekannt. Östliche Indianerstämme nannten sie „Sassamanesch“ während Cape Cod Pequots und South Jersey Leni-Lenape Stämme sie „ibimi“, oder Bitterbeere nannten. Die Algonquins aus Wisconsin nannte die Frucht „Atoqua“.

Erst deutsche und holländische Siedler gaben den Cranberries ihren heutigen Namen. Denn die im Wind schwingende Cranberry-Blüte erinnerte sie –  anders als die der Preiselbeere –  an den Kopf eines Kranichs. Daher nannten sie die Frucht "Crane Berry", was später zu Cranberry verkürzt wurde.

Cranberry oder Preiselbeere?

Nicht zu verwechseln ist die Cranberry (Vaccinium macrocarpon) mit der bei uns in Deutschland bekannten Preiselbeere (Vaccinium vitis-ideae). Beide Pflanzen gehören zwar derselben botanischen Familie an, unterscheiden sich aber in wesentlichen Merkmalen und Inhaltsstoffen.

Die rubinroten Beeren des Cranberry-Strauches sind etwa dreimal so groß wie Preiselbeeren. Die Früchte haben viel helles, festes Fruchtfleisch mit intensivem, leicht säuerlichem Geschmack und einer feinherben Note. Preiselbeeren hingegen bilden erbsengroße, scharlachrote Früchte mit wenig Fruchtfleisch und vielen, kleinen Samenkernen.

Anbaugebiete und Sorten

Seit 1720 werden Auslesen der ursprünglich nur in Nordamerika vorkommenden Cranberry oder großfrüchtigen Moosbeere (Vaccinium macrocarpon) in ausgewählten Lagen angebaut. Hauptanbaugebiete der Cranberry in den USA sind neben den Neu-Englandstaaten Wisconsin, Oregon und Washington, und auch die kanadischen Provinzen Quebec und British Columbia.
                                       
Heute wird in vielen Cranberry-Anbaugebieten die Ernte mit der Wahl einer Cranberry-Königin gefeiert. Die wichtigsten Cranberry-Auslesen sind die "Big Four": "Early Black", "Howes", "Mc Farlin" und "Searles", bzw. "Jumbo". Cranberries bevorzugen einen sauren, sandigen Boden, der ausreichend durchfeuchtet ist. Der Strauch wird zwischen zehn und 20 cm hoch und erreicht fünf Jahre nach der Pflanzung seine volle Ertragsfähigkeit.
                                       
Da die Cranberry Pflanze für Wachstum, Frostschutz und Ernte sehr viel Wasser benötigt, wird im Durchschnitt jeder Hektar Anbaufläche von viermal soviel Feuchtgebiet umgeben. Diese sind zu einem wichtigen Lebensraum seltener Tierarten geworden, wie zum Beispiel für den weißköpfigen Seeadler.